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Sammlungspräsentation „Alexander Basil“ kuratiert von Kirsi Mikkola


AUSSTELLUNG GESCHLOSSEN

02. Dezember – 19. Dezember

Temporary Showroom, 1. OG, Zugang über Galerie Robert Grunenberg

Öffnungszeiten: Mittwoch – Samstag, 12 Uhr – 18 Uhr, ohne Voranmeldung.

Um einen sicheren Besuch für alle zu gewährleisten, befolgen wir die Hygienevorschriften und bitten auch Sie Mund- und Nasenmasken zu tragen und den Sicherheitsabstand von 1,5 m einzuhalten.

Alexander Basil und ich lernten uns beim Rundgang der Akademie der Bildenden Künste Wien im Jahr 2018 kennen, in welchem die Schüler jährlich ihre Arbeiten und Werke präsentieren. Ich erinnere mich deutlich, wie er damals still neben seinen Bilder stand und mir ein freundliches Lächeln zuwarf. Trotz des formalen Kontextes unserer Begegnung entstand intuitiv sofort eine Verbindung zwischen uns. Obwohl er kein direkter Schüler meiner Klasse war, führte dieses erste Treffen zu einem offenen und fruchtbaren Austausch über sein Werk und Aspekte des Lebens. Die besondere Kombination aus Technik, Imagination und Ernsthaftigkeit bei gleichzeitiger Verspieltheit und diesem frechem Humor in seinen Bildern sprach klar zu mir und beeindruckte mich tief.

Alexander begann seine Studien bereits im Alter von siebzehn Jahren an der Kunstakademie in Düsseldorf. Als er 2018 nach Wien kam, im damaligen Alter von 21 Jahren, meisterte er bereits die kompositorischen Aspekte bildnerischen Denkens. Wir diskutierten insbesondere über den Moment der Entstehung von Lebendigkeit – darüber wie, in seinen anspruchsvollen Kompositionen, in welchen präzise Details scharfsinnig in flache, breite Oberflächen eingearbeitet werden, den Figuren Leben eingehaucht werden kann. Da ist Spannung und Volumen in den fast monumentalen Darstellungen zweier ineinander verschlungener Körper. Der entstehende dreidimensionale Raum wird von Liebenden geschaffen, die sich in zärtlichen Umarmung begegnen. Ihre Blicke sind fesselnd, sie halten sich fest und uns darin gefangen.

Kunsthistorisch interessante Korrespondenzen finden sich mit italienischen Manieristen wie Pontormo, Tiepolo sowie den überschwänglichen, üppigen Malern des Rokoko. Fragonard, Watteau und Boucher schufen lustvoll-sinnliche Welten, die sich in erotischem Charme und Hedonismus erschöpfen.

Alexander selbst ist ein bekennender Bewunderer des Werkes des Malers William Copley: eine Verbindung, die ihn in unsere gegenwärtige Zeit bringt.

Am Anfang steht die Zeichnung, welche als Grundlage fungiert, auf der seine Bilder aufbauen. Die Umrisse sind deutlich rhythmisch und scharf. Die einzigartige Art und Weise, mit der Alexander uns eindrucksvoll in Reflexionen über expressive Intimität und Privatsphäre mit einbezieht, verleiht seinem Werk eine beruhigende, universelle aber auch hypnotische Kraft. Es ist mir daher eine große Freude, die Auswahl seiner Werke in seiner ersten Einzelausstellung im Salon Dahlmann | Sammlung Miettinen zu kuratieren.

Text von Kirsi Mikkola